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Kompostieren so geht's

Kompostierung: Was sie kann und wie’s funktioniert

Ob in zentralen Kompostieranlagen oder im Eigenheim: Kompostierung hat viele Vorteile. Sie dient unter anderem der Humusbildung und kann die Bodenfruchtbarkeit erhalten und sogar verbessern. Die meisten von uns wissen viel zu wenig ĂĽber den beeindruckenden Prozess und verbinden Kompost mit unangenehmen GerĂĽchen. Du willst wissen, wie Kompostierung funktioniert, was auf dem Haufen landen darf und warum ein fachgerecht betriebener Kompost ĂĽberhaupt nicht stinkt? Dann solltest du jetzt weiterlesen.

Was passiert mit unserem BiomĂĽll?

Was mit Bioabfällen passiert, regelt das Kreislaufwirtschaftsgesetz, die Bioabfallverordnung sowie die Düngemittel- und Düngeverordnung. Der größte Anteil Bioabfall aus privaten Haushalten landet in der Biotonne und wird dann in zentralen Anlagen vergoren und/oder kompostiert. Vor allem in der Landwirtschaft und beim Gartenbau wird der wertvolle Dünger zur Verbesserung der Böden verwendet. Grundsätzlich müssen alle Garten- und Küchenabfälle aus privaten Haushalten dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger überlassen werden. Davon wird man nur befreit, wenn eine fachgerechte und ordnungsgemäße Eigenverwertung garantiert ist: Die Eigenkompostierung muss ganzjährig fachgerecht und umweltfreundlich durchgeführt werden.

Lebensmittel kompostieren

Kompost anlegen – was muss ich beachten?

Laut Umweltbundesamt ist die Eigenkompostierung zwar keine Alternative zur Getrenntsammlung, bei fachgerechtem Betrieb aber durchaus eine sinnvolle Ergänzung. Da es für die Verwendung im eigenen Garten kaum Vorgaben gibt, gibt’s hier ein paar hilfreiche Tipps für dich. Eine nicht fachgerecht betriebene private Eigenkompostierung ist insbesondere hinsichtlich Treibhausgasemissionen, Bodenüberdüngung und Grundwassergefährdung nämlich sogar als ökologisch nachteilig zu bewerten. Du kannst deinen Kompost selber bauen und dir Biodünger und Biotonne zukünftig sparen. Der Komposthaufen eignet sich nämlich nicht nur zur Entsorgung von Garten-und Küchenreste, sondern verwandelt Abfall im Laufe der Zeit zu Humus (Humus = Teil des Bodens, der aus abgestorbenen organischen Substanzen entsteht).

Der richtige Standort

Der Kompost-Standort sollte mit Bedacht gewählt werden: im Halbschatten, windgeschützt, nicht auf Stein, Beton oder Asphalt, nicht in einer Grube und am besten gut erreichbar. Ist das optimale Plätzchen gefunden, kanns losgehen.


Nachdem du den Untergrund aufgelockert hast, geht’s ans Schichten. Die erste Schicht sollte aus Ästen und Reisig bestehen, gefolgt von einer Schicht Laub, kleineren Ästen und etwas Rasenanschnitt, dann erst folgen Gartenreste und Küchenabfälle. Die zu kompostierenden Stoffe sollten gut zerkleinert und durchmischt werden. Vielfalt wird übrigens groß geschrieben.

So legt man einen Kompost an

Die optimalen Bedingungen

Der Kompost sollte stets feucht sein, aber niemals nasser als ein ausgedrückter Schwamm. Fehlt Feuchtigkeit, gehen viele Mikroorganismen in eine Ruhepause über, was den Verrottungsprozess stocken lässt. Auch eine ausreichende Durchlüftung ist wichtig. Verwende daher keinen Behälter, der nach allen Seiten geschlossen ist. Ein regelmäßiges Umsetzen ist ebenfalls erforderlich. Es trägt zur Belüftung und Durchmischung bei und beschleunigt den Reifeprozess.

Wie aus Bioabfall Kompost wird

Ist dein optimaler Kompost erst einmal angelegt, beginnen sofort Abbauprozesse. Die sogenannte “Rotte” bewirkt den Abbau und Umbau organischer Substanzen. Dabei machen sich winzig kleine Lebewesen an die Arbeit. Kompostieren bedeutet, beste Lebensbedingungen für die sauerstoffliebenden Mikroorganismen zu schaffen: Sie brauchen Sauerstoff, Wasser und bestehen auf eine angenehme Temperatur. 


Als Erstes werden schnell abbaubare Stoffe verarbeitet. Dabei wird’s odentlich heiß, – im frischen Kompost steigt die Temperatur schnell über 70° C. Danach wird es wieder etwas kühler und die Kleinstlebewesen wandern ab. Die sogenannte Kaltrotte findet statt und die Humusherstellung startet. 


Je vielfältiger die Mischung der Abfälle ist, desto besser verläuft der Rotteprozess und desto wertvoller wird der Kompost am Ende.

Was darf auf dem Kompost landen:

Alles, was Kohlenstoff in biologisch abbaubarer Form enthält, kann auch kompostiert werden. Jedoch sind nicht alle Stoffe auch für die eigene Kompostierung im Garten geeignet. Hier eine kleine Übersicht für dich: 

Gut geeignet: 

  • Obst- und GemĂĽsereste 
  • Essensreste 
  • Brot 
  • Eierschalen 
  • Tee- und Kaffeesatz 
  • trockener Rasenschnitt, Baum- und Heckenschnitt 
  • leicht kompostierbares Laub (z.B. Linde, Weide, Ahorn, Haselnuss) 
  • alte Erde 
Gut geeignet fĂĽr den Kompost: Obst und GemĂĽse

In Maßen geeignet: 

  • Kleintierstreu auf pflanzlicher Basis 
  • Papier, Pappe, kleine Mengen KĂĽchen- und Zeitungspapier 
  • Federn 
  • Haare 
  • frischer Rasenschnitt 
  • Unkraut 
  • ZitrusfrĂĽchte 
  • Asche von unbehandeltem Holz


Nicht geeignet: 

  • behandeltes Holz 
  • beschichtetes Papier 
  • erkrankte oder befallene Pflanzen 
  • Leder, Metall und Glas 
  • Windeln 
  • Fäkalien fleischfressender Tiere (z. B. Hundekot)


Da manche Abfälle (z.B. gekochtes Essen, Fleisch, Knochen) Ungeziefer anlocken, solltest du diese lieber in der Biotonne entsorgen.

Windeln gehören nicht auf den Komposthaufen

Stinkt ein Kompost?

Bei richtiger Pflege stinkt ein Kompost nicht, sondern riecht nach frischer Walderde. Wird er allerdings nicht gut durchlüftet, faulen die Abfälle und es kommt zu unangenehmem Geruch. Die so entstehenden Bakterien bilden nämlich die übel riechenden Gase Ammoniak und Schwefelwasserstoff. Auch das klimaschädliche Gas Methan kann dabei entstehen. Eine fachgerechte Pflege und ein regelmäßiges Umgraben beschleunigt nicht nur die Zersetzung, sondern bannt auch weitestgehend die Gefahr einer Methan-Entstehung. Die richtige Pflege ist also nicht nur gut für unsere Nase, sondern auch wichtig fürs Klima.

Die Wurmkiste - ein kleiner Kompost fĂĽr's BĂĽro

Kein Garten? Kein Problem. Nährstoffreiche Erde erhältst du auch auf dem Balkon ganz einfach: mit einer Wurmkiste. Als Mini-Kompost verwertet sie ebenfalls anfallende Gemüseabfälle zu Wurmhumus, den du als Dünger für die Balkonkästen nutzen kannst. 

Würmer für die Wumkiste – eine Alternative zum Komposthaufen

Du brauchst dazu erst einmal eine Holzkiste. Diese kannst du dir selbst aus Paletten zusammenzimmern oder bereits fertig kaufen. In die Grundplatte müssen dann etwa 6 mm große Löcher gebohrt werden. Eine Wurmkiste braucht natürlich auch Würmer. Die bekommst du im Fachhandel. Je größer die Kiste, desto mehr Würmer brauchst du. Lass dich dazu am besten vor Ort beraten. 


Lege den Holzkasten mit feuchtem Papier aus und gib eine Schicht Gartenerde, gefolgt von ein paar Gemüseresten darauf – bitte nicht zu viele Küchenreste; etwa 200 g täglich reichen zu Beginn aus. Nun machen sich die Würmer an die Arbeit. 


Nach drei Monaten ist der erster Kompost fertig. Um ihn zu verwenden, locke die Würmer aus dem Kompost, indem du diesen in der Kiste zur Seite kippst. Auf die leere Seite legst du dann neue Küchenreste, in die deine tierischen Helfer nach etwa vier Wochen umgesiedelt sind. Siebe dann den wurmfreien Kompost gut durch – fertig. 


Achtung: Im Winter muss die Wurmkiste an einem wärmeren Ort stehen. Ihre Mitbewohner:innen mögen nämlich keinen Frost. 

die Wurmkiste im BĂĽro von the nu company
Würmer aus der Wurmkiste – so kompostiert the nu company

In unserem Leipziger Büro haben wir unsere eigene Wurmkiste von wurmkiste.at stehen. Da unsere Produktverpackungen heimkompostierbar sind, können wir diese also direkt den Würmern zum Fraß vorwerfen :p. Du kannst deine Verpackung auch auf dem Kompost entsorgen, aber bitte nicht gleich übertreiben. Balance is key – auch auf dem Komposthaufen und in der Wurmkiste.

Plastikfrei verpackt und heimkompostierbar:

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